Mountain Spirit Bergschule - Skitouren in den Pyrenäen
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Skitouren in den Pyrenäen

Unsere Skitourenreise in die spanischen Pyrenäen startete in Barcelona. Auch wenn wir diese umtriebige Metropole schon öfters besucht haben ist das Zentrum der Stadt immer wieder einen kurzen Abstecher wert. Das Ambiente im Raval und Barri Gòtic lassen schnell Urlaubstimmung aufkommen und so ist es schon weit nach Mitternacht bis wir in unser Hotel zurück finden. An nächsten Morgen können wir aber ausschlafen und gegen Mittag sammeln wir den Rest der Truppe am Flughafen ein. Mit zwei Minivans geht es Richtung Tavascan wo wir unsere Tourenwoche starten.

Pic de Ventolau

Das Hotel Estanys Blaus ist für die kommenden 2 Nächte unser zu Hause und am nächsten Morgen fahren wir hoch in das kleine Skigebiet Pleta del Prat. Der einzige Sessellift bringt uns schon mal auf knapp 2.200 Meter hoch, was angesichts der etwas mageren Schneelage in tieferen Gefilden einen guten Ausgangspunkt darstellt. Unser Tagesgesziel ist der Pic de Ventolau, 2.835 m. Auf dem Weg überschreiten wir zwei weitere Gipfel, den Coma del Forn, 2.525 m und den Pic dels Tres Estanys 2.758 m. Die Abfahrten sind gar nicht ohne, besonders vom Estanys zum Coll de Ventolau ist die Einfahrt sehr steil.

Pico del Orri

Der folgende Tag begrüßt uns ziemlich stürmisch und auch der Himmel ist nicht mehr ganz so wolkenlos wie am Vortag. Wir beschliessen Richtung Val d'Aran ins Skigebiet Baqueira-Beret zu fahren. Da das schlechte Wetter jedoch von Norden kommt, ändern wir unseren Plan und fahren hoch ins Skigebiet von Port Ainé, im Parc Natural de l'Alt Pirineu. Hier ist das Wetter deutlich besser und wir finden einen Weg durch den märchenhaften Kiefernwald hoch auf den Pico del Orri, 2.440 m. Der Wind ist oben so stark, dass man kaum noch aufrecht gehen kann und zum Glück befindet sich auf dem Gipfel eine alte Funkstation, wo wir im Windschatten die Felle abziehen können.

Refugio de la Renclusa und Pico de Aneto

Ein absoluter Geheimtipp ist das Hotel Casa Leonardo in Senterada. Gut erholt starten wir am Mittwoch Richtung Benaque, den Ausgangsort für den höchsten Pyrenäen Berg, den Pico de Aneto, 3.404 m. Über eine steile Scharte südlich des Gipfels Tuca Blanca de Paderna fahren wir hinunter auf die Renclusa Hütte und haben uns damit den langen und flachen Talanstieg gespart. Nach einer angenehmen Nacht in der fast leeren Hütte starten wir am nächsten Morgen weit nach rechts ausholend zum Portillión Superior, 2.890 m. Jetzt folgt eine lange Querung Richtung Süden bis zum Collado de Coronas auf ca. 3.200 m. Etwas oberhalb machen wir das Skidepot und steigen mit Steigeisen zum Gipfel des Aneto. Das Wetter könnte nicht besser sein, kein Wind und keine Wolken und wir genießen das 360° Panorama. Jetzt folgen knapp 1.400 Meter Abfahrt über die Nordostflanke des Anetos bis in den Plan dels Aigualluts und hinaus nach Hospital, wo uns das ehrwürdige Hotel erwartet und wir den Gipfelerfolg gebührend feiern können.

Posolobino / Cerler

Nach einer angenehmen Nacht im Hospital fahren wir hoch in Skigebiet von Cerler. Wir sparen uns den langen und flachen Teil des Aufstiegs auf den Posolobino, 2.788 m durch eine Sesselliftfahrt. Die Abfahrt von diesem eigentlich unspektakulänen Touren Berg bietet Firnhänge vom Allerfeinsten und am Ende sind sich alle einig, dass es in Punkto Schneequalität, die beste Abfahrt der Woche gewesen ist.

Pic de L'Espada

Den letzten Abend in den Pyrenäen verbringen wir nochmals in Senterada und zum Abendessen gehts in ein orginelles Restaurant in der Nähe. Die letzte Skitour führt uns hoch ins Tal nach Cabdella und zum Stausee de Sallente. Auch hier haben die warmen Temperaturen der letzten zwei Wochen den Schnee ganz schön schmelzen lassen und wo Reiner, unser lokaler Bergführer vor ein paar Tagen noch eine perfekte Abfahrt vom Montsent vor sich hatte, müsste man jetzt im unteren Teil die Ski tragen. Wir entscheiden uns für den Pic de L'Espada, 2.548 m der eine gute Firnabfahrt verspricht. Dem war dann auch so und mit dieser tour verabschieden wir uns von den Zentralpyrenäen und fahren zurück nach Barcelona. Zum Abschluß streifen wir nochmals durch die Altstadt und genießen zum letzten Mal die exzellente katalanische Küche, bevor es am nächsten Tag zurück in die Heimat geht.

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