Schwierigkeitsgrad:
Schwierigkeitsstufe 3

Teilnehmer:
7 pro Bergführer

Bergführer:
Mountain Spirit

Dauer:
8 Tage

Skitouren Lofoten Norwegen
Ice Age Landschaft im Nordmeer

Skitouren auf den Lofoten haben einen ganz besonderen Flair. Die bizarren Bergwelt auf der Inselgruppe hat skialpinistisch einiges zu bieten. Der Höhenunterschied zwischen dem Meeresspiegel und den Gipfeln beträgt 700 bis knapp 1100 Meter.
An manchen Tagen ziehen wir die Felle öfters auf und ab, da wir mehrere Gipfelanstiege aneinander hängen.
Wir wohnen zentral in gemütlichen Fischerhütten direkt im Hafen von Svolvær.

 

 

Termine

17.03. - 24.03.2019
Plätze frei
1.950 €
24.03. - 31.03.2019
Plätze frei
1.950 €
31.03. - 07.04.2019
Plätze frei
1.950 €
07.04. - 14.04.2019
Plätze frei
1.950 €


Inklusive:

  • 8 Tage Reiseleitung durch erfahrenen Bergführer
  • 6 Tage Skitouren auf den Lofoten
  • 7 Übernachtungen/DZ auf den Lofoten die typischen Rorbuer direkt im Hafen
  • Sehr reichhaltiges Frühstücksbuffet im Restaurant in Svolvær
  • Tourenverpflegung und Abendessen (wird selbst zubereitet)
  • Sämtliche Transfers mit dem Kleinbus
  • Notfallapotheke

Zusatzkosten:

  • Flug nach Harstad/Narvik ca. 400 Euro
  • Ggf. Restaurantbesuche in Svolvær oder während Ausflügen auf den Inseln
  • Sonderprogramme wie Bootstouren oder Eintrittsgelder

Voraussichtlicher Reiseablauf:

Der hier beschriebene Wochenablauf soll nur ein Beispiel geben, was möglich ist. Touren- und Programmablauf werden natürlich dem Wetter, den Schneebedingungen und der Gruppe angepasst.

1. Tag

Wir fliegen mit einem kurzen Zwischenstopp in Oslo nach Evenes / Harstad ein kleiner Flughafen in der Nähe vo Narvik. Nach einer 2,5 stündigen, sehr abwechslungsreichen Fahrt erreichen Svolvær den Hauptort auf den Lofoten. Seit der 2008 in Betrieb genommene Tunnel die Inselgruppe mit dem Festland verbindet, geht die Anreise deutlich schneller. Unsere Robuer liegen direkt gegenüber des Stadtkerns an dem Hafenbecken. In der Nähe befindet sich die größte Fischfabrik der Inseln, ein kurzer Besuch lohnt sich auf jeden Fall.
Je nach Eintreffen in Svolvær können wir noch eine kurze Skitour am Anreisetag unternehmen. Der Gipfel ist gut von unserem Standort auszumachen. Abendessen im Børsen Spiseri, wo uns auch täglich ein opulentes Frühstücks Buffet erwartet.

2. Tag

Heute stehen verschieden Möglichkeiten zur Auswahl. Zwei Gipfel, die wir gut zusammenhängen können, sind der Torskmannen (755 m) und der Breitinden (672 m). Gute 1000 m Abfahrt mit herrlichem Blick übers Meer und die umliegenden Inseln belohnen für die Aufstiegsmühen und den teilweise steilen Einstieg der Tour. Nach der Tour gehts zurück nach Svolvær zu einem kleinen Shopping Bummel mit Kaffee und Kuchen.
Abends kochen wir gemeinsam in unseren Hütten und genießen die gemütliche Atmosphäre am Wasser.

3. Tag

Es hängt jetzt alles ein bißchen von der Wettervorhersage ab. Der Geitgaljartinden (1085 m) ist der höchste Berg auf den Inseln und gleichzeitig unser anspruchsvollstes Tourenziel. Es gibt 2 verschieden Aufstiege und wir werde je nach Verhältnissen den besten Weg auswählen. Die letzte Meter zum Gipfel sind oft etwas heikel und wir entscheiden am Sattel ob es sicher genug ist. Die über 1000 m Abfahrt durch den "South Gully" ist uns von hier auf jeden Fall sicher. Der Blick hinunter zum Fjord (s. Foto weiter oben auf der Seite) ist sehr beeindruckend und die erste Schwünge setzen jede Menfe Endorphine frei.
Am Meer angekommen können wir noch eine typische Kote der Samen bewundern, dann geht es noch eine halbe Stunde am Wasser zurück zum Auto.

4. Tag

Heute steht ein weiteres Highlight auf dem Programm. Mit dem Schnellboot geht es in ca einer halben Std den Trollfjord hoch. Beeindruckend eng ist die Einfahrt zwischen den 300 Meter hohen Felswänden. Hinten im Fjord wartet ein kleiner Anlegesteg auf uns. Nachdem wir einen kleinen See rechts liegengelassen haben geht es durch eine steile Rinne hinauf auf ei Plateau. Die Aussicht ist unbeschreiblich. Der letzte Hang zum Trolltinden ist noch mal ziemlich steil und erfordert gute Bedingungen. Nach der Abfahrt freuen wir uns schon wirder auf die rasante Rückfahrt mit dem Boot, dass uns direkt vor die Haustüre bringt.

5. Tag

Heute starten wir zu unserer letzten Tour auf den Lofoten. Nachdem wir die höchsten Gipfel im Sack haben, lassen wir es heute etwas ruhiger angehen. Es bieten sich 2 Aufstiege am Rundfjellet (803 m) an und wir genießen nochmals die einzigartigen Ausbicke auf das Archipel. Nach der Tour fahren wir direkt nach Narvik, den berühmten Erzverladehafen am Ofotfjord. Unser Hotel liegt etwas oberhalb der Stadt. Abends essen wir im Restaurant der Hotels oder suchen uns ein gemütliches Fischlokal in der Stadt.

6. Tag

Am Beisfjord entlang geht es Richtung Osten. Über eine Mautstrasse erreichen wir den Skamdalsvatnet. Der Tverrdalsfjellet 1238 m ist etwas höher als die Lofotengipfel und der Aufstieg ist etwas trickreich. Die Abfahrt ist jedoch ein weiterer Höhepunkt der Reise und steht dem Geitgaljartinden in nichts nach. Falls am Nachmittag noch Zeit ist lohnt sich ein Besuch im neu gestalteten Kriegsmuseum von Narvik oder ein Besuch im Erzverladehafen.

7. Tag

Wir haben die Auswahl zwischen 2 Skigebieten oder nochmals einer Skitour opder einer Kombination Lift, Laufen, Abfahren. In Narvik selbst befindet sich der höchste Skigebiet am Fagernesfjellet. Ein kurzer Aufstieg zum Tredjetroppen bringt uns an den Start einer anspruchsvollen Abfahrt Richtung NO.

Eine weitere Alternative ist die Fahrt mit dem historischen Zug entlang einer der schönsten Bahnstrecken Skandinaviens hoch nach Rikksgränsen, Schweden (1,5 Std.).  Zahllose Möglichkeiten erwarten uns hier oben.
Am Abend genießen wir unser Abschiedsdinner in einem guten Restaurant in Narvik und es wartet zum Abschluß noch eine kleine Überraschung auf Sie.

8. Tag

Nach eindrucksvollen Tagen am Polarkreis mit vielen Eindrücken und Bildern im Kopf verabschieden wir uns von den den Bergen am Nordmeer und es geht zurück über Evenes und Oslo in die Heimat. Die Fahrt zum Flughafen dauert nur ein Stunde, so dass wir genügend Zeit für ein ausgiebiges Frühstück haben.

Lofotentrip 2010

Endlich war es soweit. Nach einer langen Skitourensaison in den Alpen naht der Aufbruch in das Reich der Wikinger und der Mitternachtssonne. Neben dem Landschafts- und Naturerlebnis ist ein Argument das für Skitouren im Norden Norwegens spricht die Reisezeit. Anfang Mai ist die Skisaison bei uns ziemlich gelaufen und es ist eine gute Möglichkeit den Winter noch etwas zu verlängern.

Die Lofoten sind am besten per Flugzeug über Oslo nach Evenes zu erreichen. Eigentlich nennt sich der Flughafen Harstad/Narvik und liegt mitten in der Walachei. Schon vom Flugzeug aus ist die markante, schneebedeckte Inselgruppe im Nordmeer deutlich zu erkennen. Unsere Truppe besteht aus 10 Teilnehmern, plus 2 Guides, einer davon war ich. Der Empfang am Boden ist stürmisch, manche würden behaupten etwas sehr ungemütlich. Trotzdem verbreitet Stefan, unser 2. Guide wie immer beste Laune und Optimismus. In strömendem Regen fahren wir mit unseren beiden Leihfahrzeugen Richtung Å. Richtig gelesen, der Ort heißt wie ein trocken ausgesprochenes "O" und ist der letzte bewohnte Punkt an der Spitze der bananenförmigen Inselgruppe.

Wir beziehen unser Quartier in Svolær, der kleine Metropole auf der Insel Austvågøya und das Verwaltungszentrum der Provinz Nordland. Drei urgemütliche Fischerhütten, die teilweise auf Pfählen direkt im Hafenbecken stehen sind unser zu Hause für die nächsten 4 Tage. Die neue Umgebung bietet sagenhafte Fotomotive. Abgewrackte Fischerei-Hallen, alte Werftanlagen und eine Fischfabrik stehen im Gegensatz zu unseren frisch gestrichenen roten Fischerhütten. Im Zentrum von Svolvær befinden sich ein paar Hotels, Restaurants, Kneipen ein gut sortiertes Sportgeschäft sowie ein großer Supermarkt.

Inzwischen hat sich der Himmel zum Glück etwas beruhigt und wir starten zu unserer ersten Spätnachmittagsskitour. Ein nahegelegener Berg hinter der Ortschaft muss herhalten und nach gut 500 Metern ist die Spitze erreicht. Schneequalität: Der Hammer! Die oberflächlich etwas feuchte Schneedecke erinnert an heimische Firnabfahrten und das zu einer Uhrzeit wo wir zu Hause wahrscheinlich tiefen Sumpfschnee gehabt hätten.

Das hebt die anfangs verhaltene Stimmung in den oberen grünen Bereich und bei der Zubereitung des Abendessens zischt schon das Arctic Bier aus der Dose. Wenn's ums Essen geht lassen die Nordmänner sowieso nichts anbrennen. Beim Anblick des Frühstücksbuffets in unserem rustikalen Restaurant Børsen Spiseri reiben wir uns erst mal die Augen. Lachs-, Käse und Wurstplatten, Obst, Jogurt- und Müslitöpfe werden in regelmäßigen Abständen aufgefahren. Weil mit Verpflegungsstationen während der Touren nicht zu rechnen ist, ist es üblich sich beim Frühstück eine ordentliche Brotzeit einzupacken.

Das Wetter ändert sich heute mal wieder stündlich - Sonne, Wind, Regen, ab 200 m Schnee. Die Kombination zweier Anstiege haben wir für heute geplant, den Torksmannen und den Rundfjellet, die Gipfelhöhen betragen ca. 800 m. Nach Querung einiger Bachläufe und der Spitzkehrenparade durch einen steileren Vegetationsstreifen erreichen wir ideales Skigelände. Am Ende des Tages kommen fast 1300 Abfahrtsmeter zusammen. Ein gelungener Einstand trotz der hohen Luftfeuchtigkeit und einer kleinen Fjordwanderung am Ende der Tour.

Am nächsten Morgen ist alles anders. Wir erwachen bei Kaiserwetter. Überwältigt von der klaren Sicht und dem Panorama sind wir sofort auf den Beinen. Das Tagesziel ist schnell gefunden. Es geht zum Geitgaljen, einem der anspruchsvolleren Skigipfeln auf den Lofoten und ganz in unserer Nähe. Stefan hat die Tour vor ein paar Jahren schon einmal gemacht. Während des Frühstücks schwärmt er uns unentwegt von der Abfahrt durch ein südwestseitiges Couloir vor. Als wir ein paar Stunden später aus rund 1000 m Höhe aufs Meer hinab schauen sind wir sprachlos. Eine Linie führt hinunter bis ans Wasser!

Toppen konnten wir das jetzt nur noch mit einer Fahrt im Schnellboot in den Trollfjord. Von dieser Seite führt eine ebenso attraktive Tour auf den steilen Trolltindan. Schnell wurden wir mit dem Skipper handelseinig und am nächsten Morgen sitzen wir bei spiegelglattem Gewässer an Bord des Schnellbootes, das uns durch eine enge Felspassage an die Anlegestelle im hinteren Teil des Fjordes bringt. Unberührtes Gelände erwartet uns und wir spuren einsam zum Gipfel. Wieder sind wir ganz alleine unterwegs. Während der letzten Tage haben wir nur ein einziges Mal eine weitere Skitourengruppe getroffen und das war abends im Supermarkt.

Mit dieser Traumtour verabschieden wir uns von den Lofoten und wenden uns einer weiteren Region zu. Das nächste Ziel heißt Narvik. Da das Wetter immer noch ziemlich brauchbar ist nehmen wir auf dem Weg noch die schöne Südflanke des Pilan mit. Der Startpunkt der Tour liegt eh auf der Strecke und nach gut 3 Stunden sitzen wir wieder im Auto.Die Stadt Narvik ist mit ihrem großen Erzverladehafen und ihrer bewegten Vergangenheit unbedingt einen Abstecher wert. Das Skigebiet am Narvikfjellet zählt zu den besten Freeridespots im hohen Norden.

Wir haben jedoch zunächst einen anderen Plan. Vom Ende des nahegelegenen Beisfjords führt eine Mautstrasse bis an einen einsamen See. Ein 3 bis 4 stündiger Aufstieg bringt uns auf den Gipfel des Mattaeoru und zum Einstieg einer fast 1000 m hohen Felsrinne die ans Canale Holzer in den Dolomiten erinnert. Überhaupt weist dieser Gebirgszug einige geschichtliche Parallelen mit den Dolomiten auf. Der enge Einstieg in das Couloir kostet manche der Teilnehmer einiges an Überwindung. Nach den ersten Metern gibt es kein zurück mehr. Unten am See entspannen sich die Gesichtszüge und in ausgelassener Stimmung skaten wir zurück zum Auto.

Für den letzten Tag haben wir ein paar Freeride Abfahrten mit kurzen Aufstiegen im Skigebiet geplant. Leider ist unser Schönwetterbonus aufgebraucht und so vertreiben wir uns die Zeit mit einer Fahrt nach Riksgränsen. Die historische Bahnlinie zählt laut Reiseführer zu den landschaftlich schönsten Strecken Skandinaviens. Nach dem doch recht intensiven Programm der letzten Tage ist es ein wirklich entspannter Abschluß dieser erlebnisreichen Reise. Am nächsten Morgen geht's zurück in die Heimat. Nach dem Frühstück verlassen wir unser Hotel am Fuße des Narvikfjellet. Eine gute Stunde dauert die Fahrt um den Ofotfjord entlang zum Flughafen Harstad. Einige der Gruppe bleiben anschliessend noch für 2 Tage in Oslo. Eine exotische Skitourenreise geht zu Ende und ich bin mir sicher, dass wir im nächsten Winter wieder in Norwegen am Start sind.
D. Groeger

Fotos von den letzten Tourenwochen auf den Lofoten findest du auf unserm Flickr Account.

Rorbuer, Anker Brygge, Svolvær

Jede der Hütten besteht aus 2 bis 3 Doppelzimmern, mindestens 2 Badezimmern und einer großen Wohnküche, die wir abends zum gemeinsam Kochen und beisammen Sitzen nutzen.

Wir wohen jeweils zu zweit oder zu viert in den Fischerhütten, direkt im Hafen von Svolvaer.

Best Western, Narvik

In Narvik wohnen wir im Best Western Hotel direkt an der Talstation vom Narvikfjellet

Skitechnik:

Solide Skitechnik in allen Schneearten. Kurze Stellen können ca. 40 ° steil sein. Spitzkehren und das Gehen mit Harscheisen sollten bekannt sein. Am Geitgaljartinden kommen meist Steigeisen zum Einsatz.

Kondition:

ca. 1.000 - 1.400 Meter im Aufstieg und Abfahrt (4-5 Std. Gehzeit).

Sonstiges:

Die technischen Anforderungen der Skitouren sind im mittleren Bereich. Spitzkehren kommen vor allem in den unteren Sektionen der Touren vor, wenn es darum geht, sich einen Weg durch die manchmal bis ans Wasser ziehenden Strauchgürtel zu bahnen.

Die Witterung auf den Lofoten ist geprägt durch schnelle Wetterwechsel und Niederschläge jeglicher Form. Sonne, Wolken, Schnee, Regen wechseln teilweise mehrfach am Tag. Gute wetterfeste Bekleidung ist unbedingt notwendig.

Skitourenausrüstung:

  • Tourenski, (optomale Mittelbreite ca. 80 bis 110 mm), Felle, Harscheisen, Stöcke
  • Skitourenstiefel (abfahrtsorientiert)
  • VS-Gerät, Sonde, Schaufel
  • Tagesrucksack ca. 25-40 L
  • Evtl. ABS Rucksack
  • Steigeisen, Leichtpickel
  • 1. Hilfe Set
  • Wachs, Fellkleber, Tape, evtl. Ersatzstöcke
  • Skisack

Bekleidung:

  • Skitourenbekleidung (Zwiebelprinzip) Goretex Überbekleidung
  • Tourenhose oder Skihose
  • Verschiedene Fleeceteile zum Unterziehen
  • Funktionsunterwäsche
  • Warme Mütze, evtl. Skihelm, Sonnenhut
  • Warme und dünne Handschuhe
  • Skisocken
  • Skibrille, Sonnenbrille
  • bequeme Reisebekleidung
  • leichte Trekkingschuhe
  • Flipflops, Crocks, Hausschuhe

Sonstiges:

  • Trinkflasche, Thermoskanne
  • Waschzeug, Sonnenschutzcreme, Lippenstift
  • Fotoausrüstung
  • Reiseführer, Schreibzeug, Lesestoff, iPod, etc.
  • Reisedokumente

Flugstrecken:

München - Oslo, Oslo - Evenes  (Detailierte Flugverbindung, bzw. alternative Verbindungen direkt bei uns anfragen)

Transfers vor Ort:

8-sitzer Kleinbus (Ford Transit oder VW Bus).
Die Fahrzeit von Evernes nach Svolvær beträgt ca. 3 Stunden.