Steuerfrau auf der Nooderlicht
Reisemagazin

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Reiseberichte & Tourentipps

Skitouren auf den Lofoten

Skitouren Lofoten - Aufstieg zum Geigallien

Atemberaubende Inselwelt im Nordmeer

Die Anreise auf die Lofoten

Die Lofoten sind immer wieder eine Reise wert, egal wie oft man schon dort war. Allein schon die Anreise ist ein Erlebnis. Der Flug über Oslo nach Evernes funktioniert problemlos, im Gegensatz zum manchen Verbindungen nach Tromsø.

Verhungern muß keiner

Für den ersten Hunger nach der Landung legen wir einen kurzen Stopp an der Tjeldsundbrua ein. Das Essen dort ist ganz ok, weitaus besser noch ist die Aussicht auf die beeindruckende Brückenkonstruktion über den Tjeldsund. Weiter geht’s auf der A 10 immer am Fjord entlang und dann durch den durch den 6 km langen Sørdaltunnelen, der die Lofoten mit dem Festland verbindet. Der Tunnel wurde in nur 3-jähriger Bauzeit fertig gestellt. Noch zwei weitere Tunnelpassagen und der letzte Tunnel unter dem Sløverfjord durch bringt uns auf die Hauptinsel Austvågøya. Die meisten unser Touren werden wir auf dieser Insel unternehmen und auch die kleine Provinzmetropole Svolvær liegt auf dieser Insel. Auf den letzten Kilometern Können wir schon mal die Schneelage für die nächsten Tage checken.

In Svolvær beziehen wir zunächst mal unsere Rorbuer bevor wir uns auf den Weg in den Hafen machen. Wir genießen ein frisch gezapftes Bier im Bacalao und beim Abendessen schmieden wir die ersten Pläne für die nächsten Tage.

Typisches Lofoten Wetter

Die ersten Tage unseres Aufenthalts waren die Wetterverhältnisse eher bescheiden und wir begnügten uns mit kürzeren Touren und erkundeten dafür die Umgebung. Wer sich für die Geschichte der Wikinger interessiert für den kann ein Ausflug nach Borg ganz interessant sein. Dort wurde gleich ein ziemlich großer Gebäudekomplex zu dem Thema neu errichtet. Für Surfer ist der Beach und die Surfstation Unstad ein Pflichtbesuch. Nebenbei gibt's in dem supercoolen Cafe definitiv die besten Cinemonrolls am Polarkreis. Der Cappuccino ist auch sehr gut, aber Vorsicht!- Schuhe ausziehen- bevor ihr euch es in der Lounge bequem macht.

Skitour zum Geitgaljen

Der Geitgaljen ist mit 1.085 Metern der höchste Skiberg der Lofoten. Es gibt zwar unmittelbar nördlich die etwas höhere Spitze des Higravstinden, aber das ist leider kein Skiberg. Diesen Morgen starten wir ausnahmsweise mal sehr früh, weil bei der Wettervorhersage damit zu rechnen ist, dass wir nicht die einzigen mit diesem Ziel sind.

Der Geitgaljen ist die Paradeskitour auf den Lofoten und eigentlich die einzige von dem Kaliber, zumindestens wenn man ohne Boot unterwegs ist. Wir entscheiden uns für die etwas längere Ostvariante im Aufstieg, um schon mal einen Blick in das Südcolouir zu werfen und weil ich den Normalweg wegen einer unangenehmen Querung gleich zu Beginn der Route nicht so gerne mache. Der ganze Berg ist noch komplett unverspurt, eigentlich logisch nach 3 Tagen schlechtem Wetter. Es hat nicht viel Neuschnee gegeben, aber eben doch der erste Tag danach.
Der Aufstieg über die Ostseite hat mehrere seile Passagen und führt zunachst durch ein gut 35° steiles Colouir in einen Kessel.

Die Bergwelt hier ist wild und von einmaliger Schönheit, für mich einer der schönsten Plätze auf den Lofoten, ein wirklich magischer Ort. In dieser Umgebung steigen wir weiter über eine weitere Steilstufe bis zu dem Grat, der uns auf den Gipfel führt.

Wir schnallen die Ski auf den Rucksack und über den letzten, gut 40° steilen kurzen Hang geht es zum Gipfel. Hier sind die Steigeisen notwendig. Inzwischen sind wir nicht mehr die einzigen am Berg, über den Normalweg kommen einige Leute nach oben, wobei die meisten nicht auf den Gipfel gehen, sondern direkt das Südcolouir ansteuen. Eigentlich hatten wir auch die Abfahrt über das Südcouloir geplant, aber da diese Abfahrt nicht viel Platz bietet und im oberen Teil schnell zu einer Buckelpiste wird, entscheiden wir uns für einen andere Variante.

Der krönende Abschluß

So starten wir mit den Ski direkt vom Gipfel und fahren über eine Scharte in die Ostflanke ein. Der riesige Hang ist mit Ausnahme unserer Aufstiegsspur komplett unverspurt. Wir genießen fast 500 Höhenmeter feinsten Pulverschnee und stoppen nur einmal kurz vor einer Steilstufe. Im weiteren Verlauf geht es an beeindruckenden und vereisten Felswänden weiter bis in das breite Couloir, das uns zum Schluß durch einen lichten Wald bis hinunter ans Wasser führt. Von hier geht es am Ufer entlang zurück zum Ausgangspunkt. Das war definitiv eine der schönsten Abfahrtsrouten auf den gesamten Lofoten, über 1.000 Meter erstklassiges Skigeglände, meist um die 35° und selten flacher als 30°.

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